Helmut Schaake. Hanau.

Die heimischen jung gebliebenen Leichtathleten Senioren konnten bei den hessischen Seniorenmeisterschaften in der Hanauer August-Schärttner-Halle mit 18 Goldmedaillen einen wahren Medaillenregen verbuchen. Ganz groß auftrumpfen konnten dabei die heimischen 3000-Meter-Langstreckler und die Kirchhainer Sprinter.

 

TSV Kirchhain:

Er war und ist Hessens Sprintkönig in der Altersklasse M50. Hermann Mager holte sich mit für seine Altersklasse ausgezeichneten 7,62 Sekunden den überlegenen Sieg über 60 Meter und war über 200 Meter in 24,76 Sekunden mit großem Vorsprung ebenfalls als Erster im Ziel.  Martin Triebstein bei den über 40-Jährigen war mit 6,13 Metern im Weitsprung war eine Klase für sich. Bei den Frauen gab es ebenfalls eine Sprintdoppelsieg durch Helga Schüßler W50 in 9,07 und 30,98 Sekunden zu verbuchen. Außerdem holte sie noch einen zweiten Platz im Weitsprung mit 3,51 Metern.

Ihr stand Gertrud Gnau W55 in den Sprintdisziplinen nicht nach. Sie gewann über 60 Meter in 9,76 Sekunden  und über 200 Meter in 34,26 Sekunden und erreichte Platz zwei im Weitsprung mit 3,53 Metern. Hilde Weidel W45, die als Einzige über 10 Meter (10,25 Meter) stoßen konnte, gewann mit drei Metern Vorsprung die Konkurrenz der W45.

Die Vizemeisterschaft holte Jutta Eisenberg W55 im Kugelstoßen mit der 3-kg-Kugel mit 9,12 Metern. Mittelstreckler Ulrich Rehmann konnte über 800 Meter in 2:15,65 Minuten für die Ohmstädter noch einen dritten Platz zur Erfolgsbilanz beitragen

 

SF Blau-Gelb Marburg :

Wie schon im letzten Jahr stand die 47-jährige deutsche Hochsprungmeisterin Helga Freyer-Krause, die locker 1,50 Meter überfloppte, ganz oben auf dem Siegertreppchen. Vorher hatte sie sich schon den Weitsprungsieg mit 4,72 Metern gesichert.  

Mehrkämpfer Jörg Penndorf M55 stand gleich zweimal ganz oben auf dem Siegerpodest. Im 60-Meter-Sprint erreichte er 8,35 Sekunden während er im Weitsprung mit 5,12 Metern über die Fünf Meter-Marke und zu Gold flog.

Alles was zu gewinnen gab gewannen die Blau-Gelb Langstreckler über 3000 Meter. Hier zahlte sich das intensive Bahntraining im Georg-Gaßmann-Stadion in den Wintermonaten aus. Hinter der W35 Siegerin Vera Martens (Spiridon Frankfurt) 10:50,42 Minuten konnte sich Meike Wallow als Zweite im Gesamtfeld nicht nur über den Seniorentitel bei den über 40-Jährigen, sondern auch über die Endzeit von unter 11 Minuten mit 10:58,9  Minuten und über den fünften Hessentitel unter dem Hallendach freuen.

Einen wahren Quantensprung machte Steffi Merkel-Heinz mit einer Steigerung ihrer Bestzeit um 31 Sekunden. Im neuen Blau-Gelb Trikot kam sie gegenüber dem letzten Jahr als Vizemeisterin der W40 auf tolle 11:23 Minuten steigerte. Ebenfalls Vizemeisterin wurde Neuzugang Kerstin Hahn in der W35 in Bestzeit von 12:19,22 Minuten.

Bei den Männern schlug vom Start weg Marco Schwab, Neuzugang bei den Blau-Gelben,   ein Höllentempo an.

Dass er auf der Langstrecke zu den Besten Hessens gehört, hat Neuzugang Marco Schwab schon des Öfteren bewiesen. Hier aber überraschte er das gesamte 3000-Meter-Feld, als er vom Start weg davon stürmte und 1000-Meter-Abschnitte in blanken 3 Minuten hinlegte. Erst auf den letzten Metern wurde er von dem außer Konkurrenz laufenden Mannheimer Dirk Butz in 9:04,71 zu 9:05,37 Minuten überholt. Für den langen Marco Schwab war es das erste Bahnrennen überhaupt. “ Ich habe erst einmal vor vier Jahren auf einer Bahn trainiert. Dass ich gleich den Hessentitel gewinnen konnte,  hat schon Spaß gemacht.“  Platz drei ging an den letztjährigen 5000-Meter-Meister der M45 Markus Zerres (TV Waldstraße Wiesbaden), der mit einem sehr schnellen letzten Kilometer auch noch den Schlussangriff auf der Gegengraden von M40 Sieger Thorsten Kramer in ausgezeichneten 9:06,89 zu 9:07,54 Minuten abwehren musste.  Nicht ganz mitziehen konnte da auf den letzten beiden Runden Marathon Hessenmeister  Hakim Ouahioune (SF Blau-Gelb Marburg), der als Zweiter der M45 aber mit 9:10,48 Minuten seine Bestzeit um 10 Sekunden steigerte.

Christian Friedel belegte in diesem schnellen Rennen in der  M35 Platz drei in 10:19,54 Minuten.

 

TSV Cappel:

Egbert Merkel wiederholte seinen Vorjahreserfolg über 3000 Meter, diesmal in der M55. Im letzten Jahr war er Sieger der M50,  in diesem Jahr konnte er erstmals in der M55 angetreten und über 3000 Meter seinen Titel in guten 10:17,68 Minuten erfolgreich verteidigen.

Im Rennen der über 60-Jährigen sah man einen eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg  von Elias Dobre (TSV Cappel), der  nach 11:16,77 Minuten mit erhobenen Armen die M65 vor M60 Sieger Jan Lacko (TSG Obersuhl) 11:20,07 Minuten gewann.

Matthias Klein belegte in der M40 Platz drei nach 10:23,32 Minuten.

Über 800 Meter errang Björn Birkelbach in der M35 bei seiner ersten HLV-Meisterschaft einen erfreulichen zweiten Platz in Bestzeit von 2:10,62 Minuten. Gaby Nagel belegte über die gleiche Distanz  in der W 40 nach 2:47,85 Minuten den 5. Platz.  

 

FV Wallau:

Jürgen Theofel (FV Wallau), einziger Starter aus dem Hinterland, hatte über 3000 Meter in seiner neuen Altersklasse bei den über 50-Jährigen nur auf dem ersten Kilometer mit Wilhelm Schüttler (TV Waldstraße Wiesbaden)  einen  Gegner in seinem Nacken, danach konnte er als Sieger in 9:19,13 Minuten beeindrucken.

 

VfL Marburg: 

Bei den Senioren über 70 Jahren erkämpfte sich über 800 Meter Georg Mühlberger in 3:22,88 Minuten den Bronzeplatz.