Mit dreimal Gold durch Sprinter Hermann Mager, Weitspringer  Martin Triebstein (beide TSV Kirchhain)  und Helga Freyer-Krause (Blau-Gelb Marburg) im Hochsprung sowie noch vier Bronzemedaillen kehrten die heimischen Senioren Leichtathleten von den deutschen Meisterschaften aus Erfurt heim.  

 

Helmut Schaake. Erfurt. Dass die heimischen Senioren in der Leichtathletik zu den Besten in Hessen gehören, zeigten sie zuletzt in Hanau bei den Landesmeisterschaften. An diesem Wochenende beeindruckten sie erneut bei deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften in Erfurt. Glänzend aufgelegt zeigte sich dabei der Titelverteidiger im Sprint 

Hermann Mager (TSV Kirchhain) bei den Männern über 50 Jahre, als er sich im Vorlauf locker mit 7,73 Sekunden mit der schnellsten Zeit für das Finale qualifizierte. Im Finale wusste er sich mit seiner ganzen Routine nochmals zu steigern und lief so schnell wie zuletzt vor 5 Jahren nach 7,59 Sekunden durch die Lichtschranke. Platz zwei ging hier an Hilmar Störmann (LG Pettenberg) in 7,73 Sekunden.

Magers Vereinskamerad Weitspringer Martin Triebstein M40, der bisher von  HLV oder DM Meisterschaften ebenfalls immer mit einer Medaille zurückgekehrt ist, zeigte Nervenstärke und eine Serie, wie sie kaum besser sein konnte. Im ersten Versuch, zunächst nur zur Sicherheit fürs Finale, landete er bei 6,21 Meter. Danach steigerte sich auf 6,31, 6, 35 und zum Siegessprung von 6,38 Metern. Damit landete er deutlich vor Sven Richter (TSG Markkleeberg), der auf 6,16 Meter kam.

Die dritte Goldmedaille war für die deutsche Freiluftmeisterin im Hochsprung Helga Freyer-Krause reserviert. Sie galt in der W45 mit Sprüngen über 1,50 Meter schon im Vorfeld als Topfavoritin. Ihre Souveränität zeigte sie dann, als sie mit 1,44 Meter in den Wettkampf einstieg, alle Versuche einschließlich der 1,56 Meter im ersten Versuch überfloppte und erst  an den 1,60 Metern hauchdünn scheiterte. Anke Straschewski, die 1,47 Meter übersprang, hatte dabei keine Chance. Damit fährt Helga Freyer-Krause auch bestens gerüstet zur Hallen WM in drei Wochen nach Frankreich.

Die Kirchhainer Frauen belegten durch Sprinterin Gertrud Gnau W55 über  60 Meter mit 9,61 Sekunden und über 200 Meter mit 32,92 Sekunden den Bronzeplatz. Dagegen sprintete Helga Schüßler in der W50 im 60-Meter-Finale als Vierte in 9,08 Sekunden und als Fünfte über 200 Meter in 30,50 Sekunden knapp an einer Medaille vorbei. Außerdem erzielte sie im Weitsprung mit 3,94 Metern den 9. Rang.

Starke Frauen bot der TSV Kirchhain in diesen Alterklassen aber bei den gleichzeitig durchgeführten Winterwurfmeisterschaften im Speerwurf auf. Diese im Steigerwaldstadion ausgetragenen Wettkämpfe litten stark unter den Windböen und Regenschauern. Monika Deuner W55 startet hier als Vizemeisterin im Speerwurf. Sie musste nach drei ungültigen Versuchen bei diesen widrigen Bedingungen zittern, kam aber dann im fünften Versuch noch auf 25,40 Meter und sicherte sie damit eine Bronzemedaille.

Platz sechs ging hier an Trainerin Jutta Eisenberg mit 19,76 Metern, die zuvor schon den fünften Platz im Kugelstoßen mit 9,01 Meter belegte. Abgerundet wurde die Edelmetallausbeute durch die heimischen Langstrecklerinnen, die in den späten Abendstunden über 3000 Meter starteten. In der W40 holte Hessenmeisterin Meike Wallow W40 in schnellen 11:06,31 Minuten die Bronzemedaille,  die  hessische Vizemeistern Steffi Merkel-Heinz (beide SF Blau-Gelb Marburg) konnte erneut ihre Bestzeit um 12 Sekunden  auf 11:11,19 Minuten steigern und Rang vier belegen.